Schlagwort-Archiv: Tom Tykwer

Fiel sofort auf: Sibel Kekilli im roten Kleid.

Django, Gere und die wilde Maus

Donnerstag, Berlinale-Eröffnungstag. Strahlender Sonnenschein. Minus zwei Grad. Nachmittag. Männer rauschen an mir vorbei. Schauspieler! Zuerst Django. Er verzichtet auf die Limousine, kommt zu Fuß und geht flott die Treppe hoch zur Pressekonferenz. Dabei ist Reda Ketar, der den Zigeunerjazz-Gitarristen Django Reinhardt verkörpert, in Deutschland schon vor dem Berlinale-Eröffnungsfilm „Django“ den Kinofreunden ein Begriff: in Wim Wenders aktuellem Film „Die schönen Tage von Aranjuez“ hat der Franzose mit algerischem Vater auch die Hauptrolle.  Doch ein richtiger Star ist er ja noch nicht, da kann er schon mal aufs Protokoll verzichten. Weiterlesen

Liv Lisa Fried als Charly

Der Anfang von Babylon Berlin

Das Ambiente: Berlin 1929 heißt nicht nur unendliches Vergnügen, sondern auch Hinterhof und Mord.

Das Ambiente: Berlin 1929 heißt nicht nur unendliches Vergnügen, sondern auch Hinterhof und Mord.

Vorabend der Berlinale. Berlin Mitte. Clärchens Ballhaus (noch ohne den falschen Apostroph!). Ein Haus, das wohl bewusst etwas heruntergekommen aussieht und um 1900 entstand. Der hohe Raum in ersten Stock ist der Tatort. Abgewetzte Spiegel, bröckelnde Farben, Reliefs mit Fratzen, rotdunkles Ambiente. Stehtische für die Journalisten, echte Tische für die Beteiligten. Präsentiert werden Häppchen, erstmal aus dem Film, um den es geht. Er ist 18 Stunden statt der üblichen zwei, sagt Tom Tykwer, einer der drei Regisseure. Es ist seine erste deutsche Fernsehserie. Sie heißt „Babylon Berlin“. Sie soll Deutschlands beste Serie werden. Natürlich. Solche Pressetermine sind die schlimmsten Werbe-Veranstaltungen, die man sich vorstellen kann. Ihr Reiz liegt darin, dass sie oft an tollen Orten, neudeutsch Locations, stattfinden, und man vorab exklusiv etwas zu sehen bekommt, was es nicht mal im Netz gibt. Weiterlesen