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Denken die an mich, wenn sie Filme machen?

„Wenn ich an das Publikum denke, dann stelle ich es mir wie eine jüngere Version von mir vor, meine große Zeit als Cinéast, als ich etwa 14 bis 25 Jahre alt war.“ Das sagte der brasilianische Regisseur Kleber Mendonça Filho (49, dessen Film „Aquarius“ 2016 in Cannes im Wettbewerb war).

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Liv Lisa Fried als Charly

Der Anfang von Babylon Berlin

Das Ambiente: Berlin 1929 heißt nicht nur unendliches Vergnügen, sondern auch Hinterhof und Mord.

Das Ambiente: Berlin 1929 heißt nicht nur unendliches Vergnügen, sondern auch Hinterhof und Mord.

Vorabend der Berlinale. Berlin Mitte. Clärchens Ballhaus (noch ohne den falschen Apostroph!). Ein Haus, das wohl bewusst etwas heruntergekommen aussieht und um 1900 entstand. Der hohe Raum in ersten Stock ist der Tatort. Abgewetzte Spiegel, bröckelnde Farben, Reliefs mit Fratzen, rotdunkles Ambiente. Stehtische für die Journalisten, echte Tische für die Beteiligten. Präsentiert werden Häppchen, erstmal aus dem Film, um den es geht. Er ist 18 Stunden statt der üblichen zwei, sagt Tom Tykwer, einer der drei Regisseure. Es ist seine erste deutsche Fernsehserie. Sie heißt „Babylon Berlin“. Sie soll Deutschlands beste Serie werden. Natürlich. Solche Pressetermine sind die schlimmsten Werbe-Veranstaltungen, die man sich vorstellen kann. Ihr Reiz liegt darin, dass sie oft an tollen Orten, neudeutsch Locations, stattfinden, und man vorab exklusiv etwas zu sehen bekommt, was es nicht mal im Netz gibt. Weiterlesen