Ein Pfälzer auf dem roten Teppich

Von Susanne Schütz

Zunächst hieß es, er könnte gar nicht kommen. Dreharbeiten. Doch die Chance, zur Premiere von „Der Kriminalist: Die offene Tür“ zum Ludwigshafener Festival des deutschen Films zu kommen, in der er seine erste Hauptrolle spielt, hat sich Leonard Kunz dann doch nicht entgehen lassen. „Vor zwei Jahren war ich mit meinen Eltern noch als Besucher hier, ich hätte nie gedacht, dass ich nun oben auf der Bühne stehen werde“, sagt der Schauspieler, der in Mannheim geboren ist, aber im pfälzischen Freinsheim aufgewachsen ist und mittlerweile in Berlin lebt, über den Parkinselauftritt am leider regnerisch-kühlen ersten Festivalsamstagabend.

Der Freinsheimer Leonard Kunz auf der Parkinsel

Der Freinsheimer Leonard Kunz auf der Parkinsel. Foto: ütz

Es ist ein starkes Jahr für den nun 25-Jährigen: Im Januar wurde er beim renommierten Saarbrücker Filmfestival Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet,  für den 28-Minuten-Film „Jenny“ von Lea Becker. Es folgte ein kleiner Part im Hollywoodstreifen „A Cure For Wellness“, der im Februar in den Kinos lief. Gerade dreht er eine Neuverfilmung von „Das Boot“ für Sky („Ich spiel den übelsten Nazi von allen“), auch eine Arbeit mit Regisseur Sven Taddicken („Gleißendes Glück“) namens „Das schönste Paar“ steht an („Da spiel ich einen Vergewaltiger“). Und nun eben die Filmfestivalpremiere der ZDF-Produktion „Der Kriminalist: Die offene Tür“. Kommissar Bruno Schumann (Christian Berkel) hat es in dem Fall mit der Kreuzberger Drogenszene am Kottbusser Tor zu tun. „Ich spiele einen Junkie, das war schon hart und sehr anstrengend. Aber alle haben gut auf mich aufgepasst“, sagt Leonard Kunz strahlend über die Arbeit am TV-Krimi und blickt am roten Teppich zum gut gelaunten Christian Berkel, der auch seine Frau Andrea Sawatzki mitgebracht hat.

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Andrea Sawatzki, hier mit Festival-Programmleiterin Daniela Kötz, hat am Samstagabend ihren Mann Christian Berkel auf dem roten Teppich begleitet. Tags darauf stellte sie ihren Film „Casting“ vor. Foto: ütz

Bisher sind es oft Randgestalten und Bösewichte, für die der Nachwuchsschauspieler besetzt wird. Aber wenn die Karriere erst mal noch weiter ins Rollen kommt, kann sich das ja noch ändern. „Ich hoffe, ich spiel auch mal jemanden, der lacht!“, sagt Leonard Kunz. Natürlich lachend. Und wird schon mal zum Autogrammeschreiben gebeten.

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