Kategorie-Archiv: 13. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

Konzert beim Fimfest

Von Timo Benß

Anna Loos auf dem Roten Teppich in Ludwigshafen. Foto: Kunz

Anna Loos auf dem Roten Teppich in Ludwigshafen. Foto: Kunz

Musik und Film gehören einfach zusammen. Und dass eine Band auf ein Filmfest passt, hat der Auftritt von Silly am Sonntagabend noch einmal bestätigt.

Die Doku von Sven Halfar „Silly – Frei von Angst“ feierte auf dem Festival des deutschen Films in Ludwigshafen Premiere. Statt eines klassischen Filmgesprächs, wie es bei anderen Filmen des Festivals üblich ist, gibt es ein Unplugged-Konzert der Band. Doch über den Film gesprochen wurde trotzdem.

Viel geredet wurde zum Beispiel über die Teilung Deutschlands. Silly wird ja noch oft genug als „Ost-Band“ wahrgenommen. Anna Loos setzt da entgegen: „Ich bin Wossi!“ Und wie es scheint, mit Stolz. Die Band wirkt beim Gespräch wie die gelungene Wiedervereinigung in Person.

Für den Film hat Sven Halfar die Band rund um die Uhr mit Mikrofonen ausgestattet und mit handlichen Kameras gefilmt – die Musiker bemerkten sie irgendwann nicht mehr, sagte Loos. Und es sei komisch gewesen, wenn sie mal nicht dabei gewesen seien. Insesamt mussten für den Schnitt 200 Stunden Material gesichtet und ausgewertet werden. Für Cutterin Eva Kohlweyer keine leichte Aufgabe, wie sie verriet.

Überraschungsgast Julia Jentsch

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Julia Jentsch und Regisseur Florian Hoffmeister. Foto: ütz

Von Susanne Schütz

Stars kann man auf der Ludwigshafener Parkinsel beim 13. Festival des deutschen Films auch mal unverhofft begegnen. Zum Beispiel Julia Jentsch. Die Schauspielerin hatte überraschend doch Zeit, um ihren Film „Die Habenichtse“ vorzustellen, in dem sie ungewohnt sanft und weich eine Grafikerin spielt, die sich etwas zu schnell in eine Ehe stürzt und ihrem Mann nach London folgt, wo sie nicht richtig Fuß fassen kann. Weiterlesen

Arme Ritter auf der Parkinsel

Von Susanne Schütz

Der Zug war zweieinhalb Stunden verspätet, und so sind Regisseur Lars Jessen und sein Drehbuchautor/Hauptdarsteller Heinz Strunk erst mitten während der Premiere ihrer liebenswert-skurrilen Komödie „Jürgen  – Heute wird gelebt“ zum 13. Festival des deutschen Films auf die Ludwigshafener Parkinsel gekommen – und ins volle Kinozelt geplatzt, als so ziemlich das gesamte Publikum gerade prustend lachte. Weiterlesen

Wenn die Kinderjury Filme bewertet

Von Timo Benß

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Kindern fällt so manches auf, was Erwachsene nicht sofort bemerken. Das wurde wieder einmal klar, als die Jury des Goldenen Nils tagte. Der Preis wird für den besten Kinderfilm beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen verliehen. Und entschieden wird von der Zielgruppe selbst. Weiterlesen

Ein Pfälzer auf dem roten Teppich

Von Susanne Schütz

Zunächst hieß es, er könnte gar nicht kommen. Dreharbeiten. Doch die Chance, zur Premiere von „Der Kriminalist: Die offene Tür“ zum Ludwigshafener Festival des deutschen Films zu kommen, in der er seine erste Hauptrolle spielt, hat sich Leonard Kunz dann doch nicht entgehen lassen. „Vor zwei Jahren war ich mit meinen Eltern noch als Besucher hier, ich hätte nie gedacht, dass ich nun oben auf der Bühne stehen werde“, sagt der Schauspieler, der in Mannheim geboren ist, aber im pfälzischen Freinsheim aufgewachsen ist und mittlerweile in Berlin lebt, über den Parkinselauftritt am leider regnerisch-kühlen ersten Festivalsamstagabend. Weiterlesen

Fürsorgliche Gäste

„Dass die hier nichts verlangen, da könnten sie doch ordentlich was verdienen“, sagt eine Besucherin des Ludwigshafener Festivals des deutschen Films kopfschüttelnd und nahezu empört beim Händeabtrocknen in den Toilettencontainern. Sie klingt eher entrüstet, weil tatsächlich niemand 50 Cent von ihr möchte. Nicht, weil sie eine Gebühr happig finden würde: Viele Parkinselgäste empfinden das Filmfestival fürsorglich als ihr eigenes und scheinen sich nahezu verantwortlich zu fühlen für seinen Fortbestand, neue Finanzierungsideen inklusive. Weiterlesen

Die Zauberin

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Haben sichtlich Spaß: Filmkritiker und Programmberater Josef Schnelle, Martina Gedeck und Festivalleiter Michael Kötz (von links). Foto: ütz

Von Susanne Schütz

Doch, das hat schon überrascht: Martina Gedeck, der wohl größte Star des diesjährigen Festivals des deutschen Films auf der Ludwigshafener Parkinsel, ist unglaublich freundlich. Keine bisherige Preisträgerin, kein Preisträger ohnehin, hat sich so sehr eingelassen auf diese Auszeichnung. Sogar eine eigene Rede hat sie vorbereitet. Und die war, wie Programmberater Josef Schnelle später beim Bühnengespräch Festivalchef Michael Kötz unter die Nase rieb, „schöner als deine“. Worauf Martina Gedeck doch glatt abwehrte und einwarf, dass es doch hier um keinen Wettbewerb gehe. Das ist genau das Schöne an ihr: Die 55-Jährige drängt sich nicht in den Vordergrund. Weiterlesen

Starke Frauen zum Festivalauftakt

Beim Filmgespräch auf der Parkinsel

Beim Filmgespräch auf der Parkinsel: Annekathrin Bürger, Ulrike Krumbiegel, Regisseurin Alexandra Sell und Eisläuferin Maria Rogozina (von links).

Von Susanne Schütz

„Die Freude der Menschen, die Schauspieler geworden sind, ist, dass man Dinge tun darf, die man sonst nicht tut – schießen zum Beispiel. Man springt rein in eine Rolle hinein und geht dann abends aber wieder nach Hause“, sagt Schauspielerin Ulrike Krumbiegel beim ersten Filmgespräch auf der Ludwigshafener Parkinsel: Ein Zuschauer hatte sich gewundert, dass die 55-Jährige „in echt“ so ganz anders wirkt als im gerade gesehenen Film „Die Anfängerin“. Weiterlesen