Archiv für den Autor: Susanne Schütz

Susanne Schütz

Über Susanne Schütz

Susanne Schütz ist Redakteurin im Ressort "Kultur und Gesellschaft". Sie ist dort verantwortlich für die Themen Film und populäre Musik sowie die Seiten "Bibliothek" und "Mediathek".

„Ich dachte, wir könnten sitzen“

Carolin Genreith hat ihr Baby dabei, auch mit auf der Bühne, als ihr Film „Happy“ beim Preis der deutschen Filmkritik als beste Dokumentation geehrt wird. Die Moderatorin flüstert sogar, um den schlummernden Nachwuchs nicht aufzuwecken. Genreith dagegen spricht laut, die Filmemacherin aus der Eifel ist es ja bereits gewohnt, ihre Familie mit zu inszenieren: In „Die mit dem Bauch tanzen“ war 2013 das Tanzfieber der Mutter Thema, in „Happy“ geht es um den Vater, der sich mit Mitte 60 in eine Thailänderin verliebt hat. Weiterlesen

Ins Rampenlicht

Sie bleiben oft im Hintergrund, ihre Namen sind selten bekannt, selbst beim Deutschen Fernsehpreis sind sie jüngst ausgeladen worden: die Drehbuchautoren. Während der Berlinale aber widmet ihnen sogar Kulturstaatsministerin Monika Grütters ihre Zeit: Beim Empfang der Drehbuchautoren verleiht sie eine goldene Lola – an ein noch nicht verfilmtes Skript. Weiterlesen

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Körper und Seele

„Es hat sich eigentlich nichts verändert“, hat Berlinale-Chef Dieter Kosslick auf die Frage geantwortet, wie er sich denn so fühle bei seinem vorletzten Festival. Und tatsächlich: Auch die Rituale der Journalisten vor Ort ähneln sich im 18. Jahr. Akkreditierungskärtchen abholen, Zeitplan abgleichen, Tasche abholen – rot oder grau steht diesmal zur Auswahl. Weiterlesen

Überraschungsgast Julia Jentsch

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Julia Jentsch und Regisseur Florian Hoffmeister. Foto: ütz

Von Susanne Schütz

Stars kann man auf der Ludwigshafener Parkinsel beim 13. Festival des deutschen Films auch mal unverhofft begegnen. Zum Beispiel Julia Jentsch. Die Schauspielerin hatte überraschend doch Zeit, um ihren Film „Die Habenichtse“ vorzustellen, in dem sie ungewohnt sanft und weich eine Grafikerin spielt, die sich etwas zu schnell in eine Ehe stürzt und ihrem Mann nach London folgt, wo sie nicht richtig Fuß fassen kann. Weiterlesen

Arme Ritter auf der Parkinsel

Von Susanne Schütz

Der Zug war zweieinhalb Stunden verspätet, und so sind Regisseur Lars Jessen und sein Drehbuchautor/Hauptdarsteller Heinz Strunk erst mitten während der Premiere ihrer liebenswert-skurrilen Komödie „Jürgen  – Heute wird gelebt“ zum 13. Festival des deutschen Films auf die Ludwigshafener Parkinsel gekommen – und ins volle Kinozelt geplatzt, als so ziemlich das gesamte Publikum gerade prustend lachte. Weiterlesen

Ein Pfälzer auf dem roten Teppich

Von Susanne Schütz

Zunächst hieß es, er könnte gar nicht kommen. Dreharbeiten. Doch die Chance, zur Premiere von „Der Kriminalist: Die offene Tür“ zum Ludwigshafener Festival des deutschen Films zu kommen, in der er seine erste Hauptrolle spielt, hat sich Leonard Kunz dann doch nicht entgehen lassen. „Vor zwei Jahren war ich mit meinen Eltern noch als Besucher hier, ich hätte nie gedacht, dass ich nun oben auf der Bühne stehen werde“, sagt der Schauspieler, der in Mannheim geboren ist, aber im pfälzischen Freinsheim aufgewachsen ist und mittlerweile in Berlin lebt, über den Parkinselauftritt am leider regnerisch-kühlen ersten Festivalsamstagabend. Weiterlesen

Fürsorgliche Gäste

„Dass die hier nichts verlangen, da könnten sie doch ordentlich was verdienen“, sagt eine Besucherin des Ludwigshafener Festivals des deutschen Films kopfschüttelnd und nahezu empört beim Händeabtrocknen in den Toilettencontainern. Sie klingt eher entrüstet, weil tatsächlich niemand 50 Cent von ihr möchte. Nicht, weil sie eine Gebühr happig finden würde: Viele Parkinselgäste empfinden das Filmfestival fürsorglich als ihr eigenes und scheinen sich nahezu verantwortlich zu fühlen für seinen Fortbestand, neue Finanzierungsideen inklusive. Weiterlesen

Die Zauberin

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Haben sichtlich Spaß: Filmkritiker und Programmberater Josef Schnelle, Martina Gedeck und Festivalleiter Michael Kötz (von links). Foto: ütz

Von Susanne Schütz

Doch, das hat schon überrascht: Martina Gedeck, der wohl größte Star des diesjährigen Festivals des deutschen Films auf der Ludwigshafener Parkinsel, ist unglaublich freundlich. Keine bisherige Preisträgerin, kein Preisträger ohnehin, hat sich so sehr eingelassen auf diese Auszeichnung. Sogar eine eigene Rede hat sie vorbereitet. Und die war, wie Programmberater Josef Schnelle später beim Bühnengespräch Festivalchef Michael Kötz unter die Nase rieb, „schöner als deine“. Worauf Martina Gedeck doch glatt abwehrte und einwarf, dass es doch hier um keinen Wettbewerb gehe. Das ist genau das Schöne an ihr: Die 55-Jährige drängt sich nicht in den Vordergrund. Weiterlesen

Starke Frauen zum Festivalauftakt

Beim Filmgespräch auf der Parkinsel

Beim Filmgespräch auf der Parkinsel: Annekathrin Bürger, Ulrike Krumbiegel, Regisseurin Alexandra Sell und Eisläuferin Maria Rogozina (von links).

Von Susanne Schütz

„Die Freude der Menschen, die Schauspieler geworden sind, ist, dass man Dinge tun darf, die man sonst nicht tut – schießen zum Beispiel. Man springt rein in eine Rolle hinein und geht dann abends aber wieder nach Hause“, sagt Schauspielerin Ulrike Krumbiegel beim ersten Filmgespräch auf der Ludwigshafener Parkinsel: Ein Zuschauer hatte sich gewundert, dass die 55-Jährige „in echt“ so ganz anders wirkt als im gerade gesehenen Film „Die Anfängerin“. Weiterlesen