Das falsche Bourne-Berlin

Der neue, vierte, echte Jason-Bourne-Film, der praktischerweise nur „Jason Bourne“ heißt und seit heute, Donnerstag,  im Kino läuft (den Irrläufer mit Jeremy Renner als Bourne vor drei Jahren habe ich schon erfolgreich aus meinem Langzeitgedächtnis gelöscht), wurde wieder in Berlin gedreht. Wie die anderen auch. Zumindest teilweise. Knapp eine Woche waren Regisseur Paul Greengrass, Hauptdarsteller Matt Damon – beide bekennende Berlin-Fans – im vergangenen Herbst zum Dreh dort. Dummerweise nicht, als ich da war, sonst hätte ich sie in mein Viertel geführt: Weiterlesen

Lieber kein Bastille Day

Zwei Tage nach dem Anschlag von Nizza am französischen Nationalfeiertag (14. Juli), der 84 Menschen das Leben kostet, empfiehlt der große französische Filmverleih Studiocanal den französischen Kinos, seinen Actionthriller „Bastille Day“ nicht mehr zu spielen. Und nimmt alle Trailer vom Markt. Ein Filmverleih rät den Kinos von seinem eigenen Film ab? Dann verdient er doch nichts! Wenn Studiocanal wirklich das große Solidaritätsgefühl packt, könnte er ihn ja selbst vom Markt nehmen. Oder soll das ein neuer Werbegag sein? Die Sache ist ein bisschen komplizierter. Weiterlesen

Sieht nach Star Trek aus

Jetzt also mal wieder Star Trek. Das Raumschiff Enterprise startete 1966 auf amerikanischen TV-Bildschirmen mit Latex (die Masken der Außerirdischen), Plastik (die Felsen auf den fremden Planeten) und Holz (die Schauspielkunst von William Shatner); heute fliegt das Ding immer noch rum, ab 21. Juli zum 13. Mal seit 1979 auch mal wieder im Kino. Sind wir glücklich? Vielleicht. Mindestens einer hat so seine Zweifel – und seine Stimme hat Gewicht. Weiterlesen

Aliens und Schafe

Von Susanne Schütz

Zu Ehren des verstorbenen Götz George zeigt das Festival des deutschen Films am Samstag nochmals das Porträt „George“, in dem der Schauspieler seinen Vater Heinrich George verkörpert. Eine schöne Geste: Der TV-Film war 2013 beim Festival uraufgeführt worden, Götz George war allerdings nicht nach Ludwigshafen gekommen. Weiterlesen

Barbara und Maria sind da

Von Susanne Schütz

Weiße Jeans, weiße Turnschuhe: Barbara Auer kommt ganz leger auf die Parkinsel. Zum Glück sind die tiefen Pfützen weg, so dass sie keine Schlammspritzer befürchten muss. Was ihr aber wohl auch nicht fremd wäre: In „Jonathan“, ihrem Wettbewerbsfilm beim Festival des deutschen Films, den sie gerade vorgestellt hat, spielt sie eine zupackende Bäuerin. Weiterlesen

Die zweite Reihe

Es sind die Tage der Nebendarsteller in der finalen Woche des Ludwigshafener Festivals des deutschen Films. Jockel Tschiersch also am Sonntag, ein Fotografenkollege schaut fragend. Wen spielt er denn? Nun, er ist nicht der Titelstar „Kluftinger“ in der neuen Romanverfilmung „Herzblut“. Lina Wendel ist da schon bekannter auf der Parkinsel, sollte sie zumindest sein. Weiterlesen

Der Rhein packt sie alle

Von Susanne Schütz

„Es sieht so toll aus, wie der da vorbeizischt“, schwärmt der große Regisseur Dominik Graf. Den Rhein meint er, den er beim Filmgespräch zu seiner Dokumentation „Verfluchte Liebe deutscher Film“ eine gute Stunde lang im Blick hat. Ja, der Fluss packt sie doch alle mit seiner Romantik, selbst einen formstrengen Filmemacher wie Graf. 2008 hat er bereits mit „Das Gelübde“ den Filmkunstpreis des Festivals des deutschen Films gewonnen, doch selbst auf die Parkinsel gekommen ist er erst jetzt. Weiterlesen

Alle liegen Maria zu Füßen

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Festivalleiter Michael Kötz, Maria Furtwängler und ihre Regisseurin Isabelle Stever

Von Susanne Schütz

„Ich hab mir erst überlegt, Gummistiefel anzuziehen“, sagt Maria Furtwängler. Sie ist dann aber doch in brombeerfarbenen Highheels auf die Ludwigshafener Parkinsel gekommen. „Sie sind bequemer als sie aussehen, aber lange kann ich darin nicht mehr laufen“, verrät sie kurz vor der Verleihung des Schauspielpreises des Festivals des deutschen Films, der dieses Mal an sie geht. Weiterlesen

Ein neuer Rhythmus

Da schlendert er an den Kinozelten vorbei, ganz selbstverständlich und lässig, neben seinem noch vollbärtigeren Regisseur. Schauspieler Bjarne Mädel wirkt auf der Parkinsel nicht wie ein Star, sondern einfach wie ein Flaneur unter vielen. Autogramme muss er auf dem Weg zur nächsten Filmvorstellung denn auch nicht schreiben. Vielleicht auch wegen der Schlappen und Shorts vom Vortag, die er einfach noch mal ausführt. Weiterlesen